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Autos aus Bremen
vom Lieferwagen bis zur Cheflimousine
von 1924 bis zum spektakulären Konkurs 1961

+ + + IM FOKUS + + +

Die Borgward-Presseabteilung mit eigenem Stand auf der Nordi Car Classic 2015
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„Männer ohne Nerven…“
…und furchtlose Frauen im Kaiser-Wilhelm-Koog
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Tollkühn: Norbert Bogdon auf Lloyd demütigt Konkurrenz beim Hamburger Stadtpark Revival
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Kaufberatung für Fahrzeuge der Borgward-Gruppe am Beispiel Borgward Isabella
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Liebesbriefe an Isabella. Kundenbriefe geben Einblick in die Fahrzuge im Alltagsbetrieb Mitte der 50er-Jahre
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Autos der Borgward-Gruppe sind historisch wertvolle Kulturgüter. Sie repräsentieren für ihre Zeit wegweisende technische Entwicklungen. Die Produktpalette ist enorm breit gefächert: vom Lieferwagen bis zur Cheflimousine. Borgward-, Goliath-, Lloyd-Freunde wissen das alles. Aber wer sonst weiß es? Wir stellen fest, dass das Wissen um Autos der Borgward-Gruppe nicht nur in der breiten Öffentlichkeit langsam verloren geht, sondern auch unter denjenigen, die dem Hobby Oldtimer nahe stehen, ganz besonders beim sogenannten Nachwuchs.

Die Borgward-Presseabteilung will das ändern! Sie ist kein Club und auch keine ­Konkurrenz zu bestehenden organisierten Borgward-Gemeinschaften. Sie hat nichts mit den Bemühungen um die Wieder­einführung von Fahrzeugen mit einem Borgward-Emblem zu tun. Sie ist auch kein Service-Unternehmen, bei dem man Dienstleistungen abrufen kann. Sie ist überhaupt keine Rechtskörperschaft, sondern eine private Initiative von einigen Fahrern von Autos der Borgward-Gruppe.

„Borgward-Bilder erzählen“: Ausgabe 41

„Die 3 Peheiros“ vor ihrer Borgward Isabella

Die Isabella der Peheiros

Manchmal erzählen alte Borgward-Fotos mit großem Bereitwillen, auch nach fast 60 Jahren. Sie tragen nämlich einen Bildtext und eine Jahreszahl am unteren Rand. Solche Fotos verteilten die Öffentlichkeitsarbeiter des Hauses Borgward nicht an die Presse, sondern an die eigenen Händler, die sie in Wechselrahmen steckten und in ihren Verkaufsräumen aufhängten. Daher ist die Sache in diesem Fall klar: Eine Band mit Namen „Die drei Peheiros“ hatte mit ihrer Isabella 100.000 Kilometer zurückgelegt, und das in recht kurzer Zeit, denn das Foto trägt die Nummer 56/77 – es stammt also vom Jahresende 1956, und die Isabella war erst im Sommer 1954 auf den Markt gekommen.

Die Peheiros müssen also eine gut beschäftigte Combo gewesen sein, und auch die Kasse muss gestimmt haben, sonst hätte es nicht für die neue Isabella gereicht. Und tatsächlich: Die Geschichte der drei Musiker lässt sich noch rekonstruieren. Anders als der Name ihrer Band ist ihr größter Erfolg in Erinnerung geblieben: „Wasser ist zum Waschen da“, heißt der 1955 veröffentlichte Smash-Hit, der heute gleich mehrfach bei Youtube im Internet anzuhören ist. Nachkriegs-Kinder werden sich erinnern, Nachgeborene sehr staunen. Aber die Peheiros dudelten auf der Höhe ihrer Zeit. „Immer das Aktuellste und immer voller Witz!“, so warb ihre Plattenfirma Telefunken.

Ganz so witzig werden die Anfänge der Band nicht gewesen sein. Peter Schulz, Heinz Meyer und Rolf Ignée kürzten die eigenen Vornamen ab, als sie sich Ende der 30er-Jahre in Bremen zusammentaten. Während des Zweiten Weltkriegs schickte sie die Reichsmusikkammer zur Truppenbetreuung, in den Fünfzigern spielte das Trio sogar in Kinofilmen wie „Die Zürcher Verlobung“ mit. Es reichte nicht zum großen Ruhm, aber immerhin zu Fernsehauftritten bis tief in die 70er-Jahre. Erst mit dem Tod des ersten Peheiros löste sich die Band auf; Peter Schulz starb 1983. Auch seine beiden Kollegen leben nicht mehr. Es bleiben alte Fotos wie dieses. Wir können sie nicht nur zum Erzählen bringen, sondern auch zum Singen. CST

„Wasser ist zum Waschen da“ auf www.youtube.com: http://www.youtube.com/watch?v=17-Jif1h6s0

Fotos: Archiv Christian Steiger